
Um genau diese Geschichte geht es im aktuellen Projekt an der evangelischen Grundschule in Oppin. Beteiligt sind neben einer Gruppe von tanzenden Schulkindern auch eine Theatergruppe, ein Chor und eine Instrumentalgruppe. Insgesamt 60 Mädchen und Jungen der zweiten bis vierten Klassen sind mit viel Eifer bei der Sache, um das Stück einzustudieren, das zum Schuljahresende im Juni zwei Mal aufgeführt werden soll.
"Seit dem Jahr 2002 gibt es bei uns jährlich so ein Projekt, das wir gemeinsam mit der Kreismusikschule gestalten", sagt Schulleiterin Bettina Baumann. Es handelt sich jeweils um Musikstücke, die durch Sprecher und Tänzer ergänzt werden. Etwa ein halbes Jahr üben die Mädchen und Jungen zunächst in Einzelgruppen, es folgen gemeinsame Proben von Chor und Instrumentalisten und kurz vor der Aufführung gibt es dann noch zwei Projekttage, an denen das Ganze endgültig "zusammengefügt" wird.
Ehe es mit dem diesjährigen Stück von "Daniel in der Löwengrube" jedoch soweit ist, haben die Kinder und ihre Betreuer an den Probetagen jeweils mittwochs noch einiges zu tun. "Die Löwen sind nicht so langsam, wie ihr singt", sagt Hans-Martin Uhle, der zunächst mit den Instrumentalisten geübt hat, nun aber auch schon mal den Chor dazu nimmt, mit dem Bettina Baumann die Lieder einstudiert hat. "Also alles nochmal", sagt er und los geht es von vorn.
Zur gleichen Zeit muss Alexa Engelke den Mädchen, die in der Turnhalle den Löwentanz einstudieren, klar machen, wie man "gefährlich schleichen und seine Krallen zeigen muss". Die Musik setzt wieder ein und die Mädchen-Löwen-Tänzerinnen geben sich alle Mühe. "So ist es schon besser", sagt die Tanzlehrerin, doch es gibt natürlich noch einiges, was es weiter zu verbessern gilt.
Derweil studiert Eckart Riedel, der die Theatergruppe betreut, mit den Mädchen und Jungen, die hier mitmachen, die Texte ein. "Immer schön langsam sprechen", lautet die Maxime, die er der neunjährigen Ashley ans Herz legt, die eine Erzählerrolle übernommen hat. Schließlich soll ja das Publikum auch verstehen, was sie zu sagen hat. Und wer darf die Hauptperson Daniel sein? "Einen gibt es nicht", sagt Riedel, "der müsste zu viel Text lernen." Also sind es drei geworden, die - wenn sie nicht Daniel sind - auf die Namen Julius, Max und Dominic hören.
Auch wenn natürlich im Moment noch vieles zu üben ist - Kinder und Betreuer freuen sich schon auf die Aufführung und sind gespannt, wir das Stück aufgenommen wird. Gedacht ist es übrigens nicht nur für Eltern und Verwandte, sondern für alle Oppiner und Interessenten aus der Umgebung. Gezeigt wird es gleich zwei Mal - am 11. Juni um 14 Uhr im Gasthof in Oppin und am 19. Juni in der Kirche in Gollma.
Quelle: mz-web.de