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Interview mit der Flugplatzchefin

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Hier ein Auszug aus der MZ vom 6.10.2009 zum Thema der Nutzung des Flugplatzes Halle / Oppin, für die Landung der Transallmaschinen der Bundeswehr.

OPPIN/MZ. Landungen und Starts der Bundeswehr-Transportfliegerkräfte in Oppin haben die Gemüter erhitzt. Nach teils kontroversen Diskussionen um die Transall-Flüge erklärt Flugplatz-Geschäftsführerin Renate Scherbel im Gespräch mit MZ-Redakteur Ralf Böhme ihre Sicht auf die Dinge.

 

Welche Gründe gab es, die Bundeswehr landen zu lassen?

 

Scherbel: Wir sehen uns als mehrheitlich kommunal getragene Gesellschaft gehalten, die Bundeswehr als Bestandteil unseres Staatsaufbaues zu unterstützen, da es sich um reine Teile von Ausbildungsflügen für die Piloten der Luftwaffe handelt.

 

Was beinhaltet die Vereinbarung mit der Bundeswehr ?

 

Scherbel: Es gibt keine Vereinbarung mit der Bundeswehr. Es wurde auf Antrag der Militärischen Luftfahrtbehörde beim Landesverwaltungsamt eine Erlaubnis zum Starten und Landen von Transall-Flugzeugen erteilt, wozu wir als Platzhalter im Vorfeld erneut unser Einverständnis erklärt haben, denn auch in den 90-iger Jahren gab es schon eine derartige Nutzung unseres Flugplatzes durch die Transportfliegerkräfte der Bundeswehr. Diese Erlaubnis steckt den Rahmen einer möglichen Nutzung ab und beinhaltet konkrete Auflagen, die einzuhalten sind. So ist die Anzahl der Starts und Landungen begrenzt. Die Inanspruchnahme ist mindestens 24 Stunden zuvor der Luftaufsicht am Verkehrslandeplatz Halle / Oppin anzukündigen. Der Flugbetrieb darf nur unter Sichtwetterbedingungen nach Sichtflugregeln am Tage und so durchgeführt werden, dass Überflüge unmittelbar am Flugplatz angrenzender Ortschaften vermieden werden.

 

Ist mit Belastungen der Einwohner zu rechnen?

 

Scherbel: Die Transall ist bereits in der Vergangenheit mehrfach bei uns gelandet. In diesem Jahr bisher drei Mal. Bislang ist es zu keinen Beeinträchtigungen gekommen. Da es sich um reine Teile von Ausbildungsflügen für die Piloten der Transportfliegerkräfte handelt, widersprechen wir der Befürchtung, dass eine Militarisierung unseres rein zivil genutzten Flugplatzes geplant oder vorbereitet werde. Es finden keinerlei militärische Übungen auf unserem Flugplatz statt. Jeglicher Umschlag von Material und Personen am Flugplatz Halle / Oppin ist ausgeschlossen. Dazu bestehen jetzt und auch in Zukunft keinerlei Voraussetzungen. Die Sorgen und Ängste der Bevölkerung sind unbegründet, wir nehmen sie dennoch sehr ernst.

 

Hat der Flugplatz einen wirtschaftlichen Vorteil, wenn die Transall dort landet ?

 

Scherbel: Hier geht es nicht um wirtschaftliche Vorteile, sondern vorrangig um die Unterstützung der Ausbildungsflüge der Transportfliegerkräfte im Rahmen der Wahrnehmung ihrer verfassungsrechtlich legitimierten Aufgaben, soweit eine Beeinträchtigung der Anwohner nicht zu befürchten ist. Und dazu gehört auch der Einsatz in Krisengebieten zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderem.

Quelle: mz-web.de
 

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