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Transall-Flüge lösen große Besorgnis aus

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Bundeswehrmaschine landet in Oppin - Niemberger fühlen sich als Nachbarn übergangen

VON RALF BÖHME
Transall der Bundeswehr in Oppin
Am Freitagmittag landete erstmals eine Transall der Bundeswehr auf dem Flugplatz in Oppin. (FOTO: THOMAS MEINICKE)
OPPIN/MZ. Die Nutzung des Verkehrslandeplatzes Oppin durch die Bundeswehr stößt zum Teil auf heftige Kritik. Die Flughafengesellschaft hatte mitgeteilt, dass künftig mehrmals wöchentlich schwere Lufttransporter vom Typ Transall dort landen können.
Der Oppiner Bürgermeister Bernd Frischmuth (parteilos) sagte am Freitag nach Gesprächen mit Anwohnern, es gebe vielfältige Befürchtungen. Dabei würden ihm zufolge vor allem angenommene Belästigungen durch Fluglärm und Abgase eine große Rolle spielen. Frischmuth selbst geht aber davon aus, dass diese Annahmen nicht in vollem Umfang eintreffen werden.
In der Einflugschneise
Der Bürgermeister des Nachbarortes Niemberg, Christian Kupski (parteilos), kritisierte, dass seine Gemeinde durch die Flughafengesellschaft nicht informiert wurde. Das sei ein Versäumnis, das Unruhe schüre. "Wir haben die Neuigkeit aus der MZ erfahren." Die Kritik der Niemberger resultiere auch aus der Tatsache, dass der Ort in der Einflugschneise liege.
Am Freitagmittag landete erstmals eine Transall der Bundeswehr auf dem Flugplatz. Die Maschine soll beim Flughafenfest am Sonnabend die Attraktion sein. Als erste Fraktion im Kreistag reagierte die Linke mit massiver Kritik. Ihr Vorsitzender, Klaus-Dieter Iffarth, nannte die militärische Nutzung des Flugplatzes eine Ungeheuerlichkeit und kündigte Proteste sowie die Prüfung rechtlicher Schritte an.
Unbefristete Genehmigung
Inzwischen präzisierte das Landesverwaltungsamt auf Anfrage die Einzelheiten der Genehmigung, über die die MZ in ihrer Mittwochausgabe erstmals berichtet hatte. Pressesprecherin Gabi Städter zufolge bezieht sich die Erlaubnis auf wöchentlich vier Landungen und vier Starts in Oppin. Die Antragstellerin, die Bundeswehrverwaltung Ost, darf den Flugplatz für Übungszwecke nutzen. Dabei gehe es um das Üben von Landemanövern und um Überflüge in unbekannter Umgebung.
Laut Städter ist die Genehmigung nicht befristet. Man habe aber Übungszeiten festgelegt: montags bis freitags jeweils 9 bis 12 und 14 bis 19 Uhr. Davon dürfe man nur in Krisenfällen abweichen. Wie die Behörde noch mitteilte, habe die Bundeswehr gleiche Anträge wie in Oppin auch für die Landeplätze Allstedt, Dessau, Magdeburg und Stendal gestellt

Quelle: mz-web.de
 

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