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Halbzeit beim Schuldenabbau

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Flugplatz: Bis 2017 will die Betreibergesellschafter in Oppin sämtliche Kredite tilgen

VON RALF BÖHME, 02.07.09
Flugplatz in Oppin
Reger Flugbetrieb herrschte am Donnerstag auf dem Flugplatz in Oppin, der nach eigenen Angaben seit fünf Jahren schwarze Zahlen schreibt. FOTOS: LUTZ WINKLER
OPPIN/MZ. Der Fluglatz in Oppin schreibt schwarze Zahlen. Das ist die wichtigste Aussage für die Gesellschafter, die am nächsten Montag über die Zukunft des Unternehmens beraten werden. Der Aufsichtsrat hat die Annahme des Geschäftsberichtes empfohlen.
Gesellschafter sind die Stadt Halle und der Saalekreis mit jeweils Anteilen von 41,1 Prozent, die Mitteldeutsche Baustoffe mit Sitz in Sennewitz hält 15,8 Prozent. Weitere Teilhaber sind Brachstedt und Oppin, die im Zuge der Gebietsreform in Einheitsgemeinden aufgehen.
Fünf Jahre sind vergangen, seitdem der Betrieb nach eigenen Angaben die Verlustzone verlassen hat. "Stabilität ist uns in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das Wichtigste", sagte gestern Flugplatz-Geschäftsführerin Renate Scherbel. Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund der Schuldenlasten, die aus den 1990er Jahren stammen.
Mehr als eine Million Euro wurde schon an die Gläubiger überwiesen. "Jetzt ist Halbzeit", sagte Scherbel. Wenn die Entwicklung so weiter gehe, werde man im Jahr 2017 sämtliche Kredite getilgt haben.
Das Konzept zum Schuldenabbau, das jährliche Zahlungen in Höhe von 160 000 Euro vorsehe, werde Schritt für Schritt erfüllt. Neben sparsamstem Einsatz der Mittel und gezielten Investitionen, die den Flugplatz für Flieger und Reisende attraktiver machen, geht es dabei vor allem um die Zahl der Starts und Landungen. "Das ist unser Geschäft", so Scherbel. Ausgewiesen wird das im Geschäftsbericht unter anderem in der Rubrik der Flugbewegungen. Dort steht für 2008 die Zahl 24 789. Damit spielt Oppin in Sachsen-Anhalt in einer Liga mit Dessau, Magdeburg und Stendal. 80 Starts und Landungen an einem Tag sind nichts Ungewöhnliches.
Im Mai wies die Monatsbilanz 3 845 Flugbewegungen aus, sein sehr gutes Ergebnis. Scherbel: "Die Schallmauer von 4 000 Starts und Landungen wollen wir erreichen." 1 100 Meter ist die Start- und Landebahn lang. Damit können dort problemlos Maschinen bis 5,7 Tonnen einfliegen. Doch auch größere Flugzeuge wie die legendäre "Transall", die schwere Transporte bewältigen, haben dort im Bedarfsfall noch Platz genug.
Neugierige haben im September Gelegenheit, den Betrieb aus der Nähe anzusehen. Das Unternehmen plant einen Tag der offenen Tür. Partner sind alle am Flugplatz ansässigen Firmen, Flugschulen und Vereine sowie die Bundespolizei. Der Eintritt ist frei.

Quelle: mz-web.de
 

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