Nachruf
Freitag, den 06. Januar 2012 um 10:08 Uhr
Der Heimatgeschichtsverein Oppin e.V. trauert um sein Ehrenmitglied Gottfried Sehmsdorf.
Er war Gründungs-, später Vorstandsmitglied, prägte durch sein fundiertes Geschichtswissen und sein besonnenes Wesen die Entwicklung des im Jahr 2000 gegründeten Vereins. Herr Gottfried Sehmsdorf konnte seine Erfahrungen, die er als Heimatforscher bereits bei der Ortsgeschichte von Landsberg, aber auch im beruflichen Leben gesammelt hatte, für die Erforschung der Geschichte von Oppin einbringen und wirkte außerdem noch in verschiedenen Gremien der Heimatforschung mit. Er trat als Buchautor in Erscheinung, organisierte und hielt selbst öffentliche Vorträge in Oppin, konnte bei Vereinsausflügen wie z.B. zum Petersberg, in die Lausitz, zur Burg Falkenstein, die geschichtlichen Zusammenhänge mit unserer Region erläutern.
Sein umfangreiches Wissen gab er gern in den monatlichen Vereinsversammlungen an die Mitglieder weiter und stand dem Verein stets mit Rat und Tat zur Seite. Leider war es ihm infolge seiner Erkrankung trotz großer ärztlicher und familiärer Bemühungen nicht vergönnt, seine sich noch gestellten Ziele zu verwirklichen und für den Verein aktiv tätig zu sein. Die Mitglieder des Heimatgeschichtsvereins Oppin werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unseren Dank für die gemeinsame Zeit verbinden wir mit dem tiefen Mitgefühl für seine Angehörigen.
Der Vorstand und die Mitglieder des HGV Oppin e.V.
Retter heben oft ab
Samstag, den 27. August 2011 um 00:00 Uhr
Retter heben oft ab
OPPIN/MZ - Der am Flugplatz Oppin stationierte Rettungshubschrauber "Christoph Sachsen-Anhalt" fliegt weiter Rekordzahlen ein: 150 Mal wurde er allein im Juli zum Einsatz gerufen, wie die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) mitteilte. Seit Januar dieses Jahres ist "Christoph Sachsen-Anhalt" mehr als 1 000 Mal in Oppin abgehoben und zu Einsätzen gestartet.
Die Station ist als einzige im Land 24 Stunden täglich einsatzbereit. Sie führt in ganz Sachsen-Anhalt lebenswichtige Intensivtransporte von Patienten zwischen Kliniken durch. Hinzu kommen auch Organtransporte. Darüber hinaus wird "Christoph Sachsen-Anhalt" tagsüber als nächstgelegener Rettungshubschrauber auch zu Notfalleinsätzen gerufen. Die Alarmierung läuft über die Rettungsleitstelle in Halle. Zum Team der Luftrettungsstation gehören insgesamt neun Piloten, 31 Intensivmediziner und 14 Rettungsassistenten.
Die DRF setzt Momentan an bundesweit 28 Stationen Hubschrauber für die Notfallrettung sowie für dringende Transporte von Intensivpatienten ein. Acht dieser Stationen sind zudem 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Über die Hubschrauberrettung hinaus führt die DRF weltweite Patiententransporte mit eigenen Ambulanzflugzeugen durch. Allein im Jahr 2010 starteten die Retter zu 36 900 Einsätzen.
Weitere Informationen im Internet unter: www.drf-luftrettung.de/hsd.html
Quelle: mz-web.de
Ohne Hausrat nach Feuerland
Samstag, den 27. November 2010 um 00:00 Uhr
Starten um die Welt: Oliver Schmidt und Elena Poddubnaja. (FOTO: DDP)
Halle (Saale)/MZ. Zwei Jahre strampeln, zwei Jahre zelten, zwei Jahre unterwegs im Kanu, zu Fuß und im Sattel, so erlebten Elena Poddubnaja und Oliver Schmidt ihre letzte Weltreise. Entbehrungen, die anderen für ein ganzes Leben reichen würden, sind den beiden Abenteurern aus Oppin Lebenselexier. Ohne zu reisen, können der 36-Jährige und seine Frau gar nicht mehr leben. Kein Wunder, haben sich beide doch während Oliver Schmidts erster großer Radtour durch Sibirien kennen gelernt. Große Liebe, die schnell globalisierte: Wenig später rollte die Fremdsprachendozentin Elena Poddubnaj, geboren am Amur, neben Oliver Schmidt, geboren an der Saale, zum Baikal-See. Später tourten beide von Kirgistan nach China, sie überstanden 45 Grad Hitze und 40 Grad Kälte, überlebten Abenteuer mit Bären, hungrige Wölfe, Schneematsch und korrupte Polizisten. Und sie verliebten sich dabei in das Gefühl, unterwegs zu sein und die Welt zu erfahren, wie sie ist. "Wildfremde haben unterwegs mit uns geteilt, was sie hatten", erzählt Oliver Schmidt begeistert.
So zieht es das Paar, das seine Reisen durch Arbeit unterwegs und raffiniert gemachte Multimedia-Vorträge danach finanziert, jetzt auch wieder hinaus in die Welt. Diesmal ist Start am zwischenzeitlichen Familien-Hauptquartier auf Kamtschatka und erstmals wird das zweijährige Söhnchen Jakob mitreisen - ab Juni nächsten Jahres geht das Trio auf eine mehrjährige Rad- und Kajakreise. "Wir wollen den Pazifischen Feuerring bereisen", erklärt Oliver Schmidt. Vom Osten Russlands führt die Route nach Japan, China und Australien. "Dort werden wir viele Paddeltouren unternehmen." Über Neuseeland wird die Reise das schon mit allen Wassern der Welt gewaschene Trio nach Feuerland führen, ehe es über Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie Alaska über die Aleuten nach Kamtschatka zurückgeht. Etwa 60 000 Kilometer stehen auf dem Fahrplan, 40 bis 50 Länder werden besucht. "Wir werden sicher einige Jahre benötigen, um unseren Sohn diesen Teil der Erde zu zeigen", erklärt Schmidt, warum jetzt der große Ausverkauf des gemeinsamen Haushaltes anläuft. Vom Sessel bis zur Kamera, vom edlen Crossrad Rotor bis zur Gitarre steht zum Verkauf, was nicht auf den kleinen Fahrradanhänger passen wird.
Quelle: mz-web.de
«Siedlung am Park» wächst
Freitag, den 05. November 2010 um 00:00 Uhr
VON KORNELIA PRIVENAU, 04.11.10
Cornelia Wolff-Mutschall und Detlef Clauß vom Heimbeirat beim ersten Spatenstich. (FOTO: GÜNTER BAUER)
OPPIN/MZ. Der erste Schritt ist getan. Die "Siedlung am Park" in Oppin wird mit dem Bau eines Wohnhauses für alt gewordene Menschen mit schwersten mehrfachen Behinderungen weiter wachsen. Bauherr und Betreiber ist das Paritätische Sozialwerk Behindertenhilfe.
Cornelia Wolff-Mutschall, seit vier Jahren Leiterin der Wohnstätte "Siedlung am Park", stellte das Projekt vor. "Auf einer Fläche von 1 500 Quadratmetern werden zehn Betreuungsplätze entstehen. Die Gesamtinvestition beträgt 867 000 Euro. Das Deutsche Hilfswerk unterstützt das Bauprojekt mit Fördermitteln."
In dem neuen Wohnhaus sollen Bedingungen geschaffen werden, die den durch Alter, Behinderung und Krankheit veränderten Bedürfnissen seiner Bewohner Rechnung tragen, so Wolff-Mutschall weiter. Als Beispiel nannte sie den erhöhten Pflegebedarf. Die Behinderungen der Senioren mögen ganz unterschiedlich sein, man wolle dennoch dafür sorgen, dass es ein entsprechendes Freizeit- und Beschäftigungsangebot geben werde, hieß es weiter. Mit dem Neubau, der in einem Jahr fertig sein soll, entstehen voraussichtlich 15 neue Arbeitsplätze. "Wir haben uns in Oppin mit unserer 'Siedlung am Park' gut eingerichtet und fühlen uns hier sehr wohl. Oppin ist ein schönes Dorf", meint Wolff-Mutschall.
Unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gibt es insgesamt 1 706 soziale Einrichtungen, in denen 27 500 Mitarbeiter und freiwillige Helfer tätig sind. Für die Betreuung behinderter Menschen in Sachsen-Anhalt wurde vom Verband das Sozialwerk Behindertengehilfe gegründet. Es betreut 19 Einrichtungen, eine davon ist die "Siedlung am Park" in Oppin. Ihre Bewohner sind im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Sie werden aus der hauseigenen Küche versorgt und nehmen je nach ihrer Behinderung an Therapien und Förderprogrammen teil.
In Oppin leben bislang 42 geistig und mehrfach schwerstbehinderte Menschen. Sie werden rund um die Uhr von 25 Voll- und 15 Teilzeitbeschäftigten betreut. Die Crux: "Es gibt eine Warteliste. Zum Teil werden schon Jugendliche mit 16 Jahren für eine Aufnahme bei uns angemeldet", so die Leiterin. Dementsprechend groß sei auch der Andrang auf die Plätze im neu entstehenden Wohnhaus. "Hierbei handelt es sich um ein Modell-Projekt im Land Sachsen-Anhalt. Das Neue ist dabei zum Beispiel eine Tagesbetreuung. Das heißt, Pflege, Förderung und Therapie werden tagsüber bei uns übernommen. Abends werden die Patienten, bei denen das möglich ist, in ihre eigene Wohnung zum Übernachten gebracht", so Wolff-Mutschall. Damit soll eine größere Individualität der Betreuung erreicht werden.
Quelle: mz-web.de
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