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Oppiner Zeittafel

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Das eigentliche sorbische Oppin lag neben der Burg im Osten, der Ort war eine Slavensiedlung des 8.Jahrhunderts. Die offenbar feste Burg umfaßt unter den Sachsenkaisern einen deutschen Burgbezirk wie es bei Niemberg, Gutenberg, Brachstedt usw. der Fall ist.

Jahr Ereignis
952- 26.Juni: erste urkundliche Erwähnung von Oppin, Gebietstausch König Otto I. (der Große) mit dem Neleticigaugrafen Billung
966- Schenkung an das Kloster des hl. Moritz in Magdeburg
1100- deutsche Siedler in Oppin-Freiheit, es entstehen 6 Sattelhöfe
1207- Conrad v. Oppin ist Domkustus, er lässt den abgebrannten Dom in Magdeburg abtragen und 1208 den Grundstein für einen Neubau legen
1237- Schenkung von einigen Hufen des Dorfes durch Graf Dietrich v. Brehna an das Katharinenkloster in Aschersleben / ist Oppin Sitz einer deutschen Ministerialfamilie, die sich nach dem Ort "von Oppin" nennt
1257- Ersterwähnung von Maschwitz
1370- hat die Familie "v. Oppin" Besitz auf dem Rode (bei Tornau) / Heino v.Oppin ist Ministerial auf Burg Giebichenstein (Halle/Sa.)
1371- Erwähnung von Hardingstorp (Harsdorf), in Wenden (Inwenden), und Prawenitz (Pranitz)./ Johannes v. Oppin wird mit väterlichen Gütern belehnt.
1383- Kappe v. Oppin hat nur wenig Besitz in Oppin. Andere Lehnsbesitzer: die von Gutenberg, die von Nordhusen, die von Trotha, die von Schenk auf Krosigk
1420- Albrecht v. Bissing kauft von den 6 Sattelhöfen, zwei von denen v.Dieskau und einen von denen v. Zatzen. Er bildet damit das Rittergut.
1442- v. Kotze kauft einen Hof, einen Hufen, drei Gärten
1477- Herbrecht und Ludwig v. Zatzen erwerben 3 wüste Sattelhöfe, 31 Hufen, 3 Wiesen und den Hauptzehnten.
1483- Mit dem Rezeß zwischen dem Pfarrer von Brachstedt, v. Bissing und der Gemeinde, wird die Kirche Oppin ein unabhängiger Teil des Brachstedter Pfarrsprengels.
1515- Die v. Kotze vergrößern ihren Besitz auf 4 Höfe.
1529- Pfarrer Johann Zimmermann schließt sich als einer der ersten Martin Luther an. Luther selbst hat ihn examiniert, introduziert und investiert. Luther hat in der Kirche Oppin gepredigt.
1583- Erwerb des Besitzes der Herren v. Bissing durch die Markgräfin Katharina zu Brandenburg-Küstrin. Sie macht es zum amtssässigen Rittergut.
1598- Geht der Besitz der Markgräfin an Kaspar aus dem Winkel auf Wettin über.
1633- Richtet das Amt Giebichenstein die Verwaltung der Oppiner Pflege ein. / Die Kirche brennt durch Blitzschlag nieder.
1636- Mittelmaschwitz wird im 30-jährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. / Die Pest wütet in Oppin.
1655- Die Kirche brennt durch Nachlässigkeit des Küsters (Kerzen nicht gelöscht) erneut nieder.
1681- Erneute Pestepedemie in Oppin.
1686- Brannten am 3. Juli das Pfarr-und Schulgebäude und 11 Wohnungen in der Hauptstraße nieder.
1689- Brannte ganz Harsdorf ab.
1704- Erwarb die Familie v. Rauchhaupt das Rittergut
1773- Am 9. Februar Brand in Pranitz
1786- Kauft Wilhelm Maximilian v. Beuermann für 50.000,00 Taler das Rittergut.
1793- Am 15. April brannte die Freiheit, die Pfarrgebäude und ganz Inwenden nieder.
1801- Am 28. November Brand beim Kossaten Christian Kohl in Pranitz.
1806- Plünderungen durch napolionische Soldaten.
1813- Müssen am 13. Juli Bauern aus Harsdorf dem französischen Kaiser mit vier Pferden Vorspann nach Halle leisten.
1827- Am 6. und 7. März brannte in Harsdorf das ganze Dorf ab.
1850- Errichtung der Zuckerfabrik des Rittergutes.
1855- Erwiterung der Schule um ein zweites Klassenzimmer.
1868- Beginn der Kohleförderung in der Grube "Präsident"
1881- Am 6. Juli riss ein Sturm die fast 300 Jahre alte Linde auf dem Kirchhof und die Thormann´sche Windmühle in Pranitz um.
1902- Bau der neuen Schule am Burggraben.
1907- Einstellung der Produktion der Zuckerfabrik.
1921- Märzkämpfe/ Zusammenlegung der Dörfer Oppin, Freiheit-Oppin, Inwenden, Pranitz und Harsdorf zur Gemeinde Oppin.
1922- Am 2. September wird das Kriegerdenkmal vor der Kirche eingeweiht, über 40 Männer waren im 1. Weltkrieg gefallen.
1924- Vom 20. Juli bis 6. Oktober erkranken 80 Einwohner an Typhus, davon sterben 6 Eiwohner. / Einweihung des Kriegerdenkmals in Maschwitz, hier sind... Männer gefallen.
1927- In Oppin Gründung einer Berufschule für Brachstedt, Hohen, Wurp und Oppin.
1928- Am 7./8. August brennt erneut die Kirche nieder.
1930- Einweihung der wiederaufgebauten Kirche am 12. Januar.
1945- Am 8.3. fielen 7 Brandbomben auf das Scheunendach in Pranitz Hof Sitte.
1949- Gründung des Sportvereins Oppin
1950- Im Juli Eingemeindung von Maschwitz
1953- Gründung der LPG "Befreites Land" Oppin-Maschwitz-Braschwitz.
1961- Errichtung eines Schulneubaus in der Hauptstraße.
1971- Einweihung des Flugplatzes Oppin für Agrar- und Segelflieger und Fallschirmsport.
1990- Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober
1993- Gründung der Verwaltungsgemeinschaft "Saalkreis Ost"
1999- Am 31.12 wird die Pfarrstelle nach 516 Jahren aufgelöst, der Pfarrer sitzt jetzt in Hohenturm und ist für 9 Gemeinden zuständig.
2000- Gründungssitzung des Heimatgeschichtsvereins Oppin e.V. am 26. Juni. / Inbetriebnahme der Anschlussstelle Oppin der Bundesautobahn 14.
2002- Vom 26.-30. Juni 1050 Jahrfeier in Oppin
2010-

Am 01.01.2010 tritt die Gemeindegebietsreform in Kraft, Eingemeindung zur Stadt Landsberg

Feierlichkeiten zum 10 jährigen Bestehen des Heimatgeschichtsvereins, Abschluss der Bauarbeiten und Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes und der neuen Ausstellungsräume am "alten Schulhof"

Quellen: Siegmar von Schultze-Galléra "Wanderung durch den Saalkreis" , 1921
 

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